6. Weimar: Weimarer Republik (1918 – 1933)

Hunger und Arbeitslosigkeit
Foto: Beispiel / Wikimedia Commons
Die Weimarer Republik verbinden heute viele
Menschen mit der Glitzerwelt der „Goldenen
Zwanziger Jahre“. Die Realität der meisten Menschen
ist nach dem Ersten Weltkrieg jedoch zunächst geprägt
von politischen Umbrüchen, Arbeitslosigkeit und
Hunger.

Die Stadt Nürnberg startet die größten Arbeits-
beschaffungsmaßnahmen im gesamten Deutschen
Reich. Zur Beschäftigung von Arbeitssuchenden und
zur Versorgung der notleidenden Bevölkerung
lässt sie durch 2000 Arbeitslose fast das gesamte
Gelände Langwassers in einen großen Kartoffel- und
Getreideacker umwandeln. Über die Einrichtungen der
städtischen Wohlfahrtspflege kommt der Ertrag zu den
Bedürftigen.

Kleine Kartoffeln dienen als Futter für über
zweihundert Schweine, die man auf einem inmitten
der Ackerlandschaft errichteten städtischen Gutshof
mästet.