4. Kriegsgefangenenlager: Gefangenschaft und Zwangsarbeit (1939 – 1945)

Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs
finden keine Reichsparteitage mehr statt.
Die Wehrmacht nutzt das SA-Zeltlager
mit seinen Gebäuden jedoch weiter
und richtet ein Kriegsgefangenenlager ein.

Bis Kriegsende kommen zehntausende Gefangene
aus verschiedenen Ländern in das Lager Langwasser.
Von hier aus werden sie in die Zwangsarbeit geschickt.
Vor allem sowjetische Kriegsgefangene sterben
an den schlechten Bedingungen oder werden von Wehrmacht
und Gestapo nach Dachau gebracht und dort erschossen.

Die Nationalsozialisten nutzen das Lager auch,
um tausende zivile Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter
auf Arbeitsstätten in ganz Nordbayern zu verteilen.
Am 17. April 1945 befreit die US-Armee 14 000
von der Wehrmacht zurückgelassene kranke Gefangene
im Lager Langwasser. Viele sterben noch nach der Befreiung.